So strickst du eine kuschelige Babydecke

So strickst du eine kuschelige Babydecke

Stell dir vor, wie dein kleiner Schatz friedlich in einer selbstgestrickten Babydecke schlummert, eingehüllt in Wärme und Geborgenheit. Eine Decke, die mehr ist als nur ein Stück Stoff – ein Ausdruck deiner Liebe, deiner Geduld und deiner Kreativität. Das Stricken einer Babydecke ist ein wundervolles Projekt, das nicht nur Freude bereitet, sondern auch ein einzigartiges und persönliches Geschenk schafft. In diesem Guide zeige ich dir, wie du mit einfachen Schritten und etwas Übung eine kuschelige Babydecke stricken kannst, die dein Baby lieben wird.

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Warum eine Babydecke selber stricken?

Es gibt viele Gründe, warum es sich lohnt, eine Babydecke selber zu stricken. Hier sind nur einige:

  • Persönliche Note: Eine selbstgestrickte Decke ist ein Unikat, das von Herzen kommt. Du kannst die Farben, Muster und Materialien ganz nach deinem Geschmack und den Bedürfnissen deines Babys auswählen.
  • Qualität und Kontrolle: Du hast die volle Kontrolle über die verwendeten Materialien und kannst sicherstellen, dass sie hochwertig, schadstofffrei und sanft zur empfindlichen Babyhaut sind.
  • Entspannung und Kreativität: Stricken ist eine meditative Tätigkeit, die Stress abbaut und die Kreativität fördert. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und etwas Schönes zu erschaffen.
  • Ein besonderes Geschenk: Eine selbstgestrickte Babydecke ist ein Geschenk, das von Herzen kommt und lange in Erinnerung bleibt. Es ist ein Zeichen deiner Liebe und Wertschätzung, das dem Baby Wärme und Geborgenheit schenkt.
  • Nachhaltigkeit: Indem du deine Materialien bewusst auswählst und auf natürliche Fasern setzt, kannst du einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und die Umwelt schonen.

Die richtige Vorbereitung: Material und Werkzeug

Bevor du mit dem Stricken beginnst, solltest du dir die passenden Materialien und Werkzeuge besorgen. Hier ist eine Übersicht über das, was du brauchst:

Die richtige Wolle auswählen

Die Wahl der Wolle ist entscheidend für den Komfort und die Haltbarkeit deiner Babydecke. Achte auf folgende Kriterien:

  • Weichheit: Babyhaut ist besonders empfindlich, daher sollte die Wolle möglichst weich und kratzfrei sein. Merinowolle, Baumwolle oder spezielle Babywolle sind gute Optionen.
  • Pflegeleichtigkeit: Eine Babydecke muss regelmäßig gewaschen werden, daher sollte die Wolle pflegeleicht und maschinenwaschbar sein.
  • Atmungsaktivität: Die Wolle sollte atmungsaktiv sein, um ein Überhitzen des Babys zu vermeiden. Natürliche Fasern wie Baumwolle oder Merinowolle sind hier ideal.
  • Schadstofffreiheit: Achte auf Wolle, die schadstofffrei und für Babys geeignet ist. Zertifikate wie Öko-Tex Standard 100 geben dir Sicherheit.
  • Farbe: Wähle Farben, die dir gefallen und gut zum Kinderzimmer passen. Pastelltöne sind besonders beliebt für Babydecken, aber auch kräftigere Farben können Akzente setzen.

Hier sind einige Wollarten, die sich besonders gut für Babydecken eignen:

  • Merinowolle: Sehr weich, warm und atmungsaktiv. Ideal für Winterdecken.
  • Baumwolle: Pflegeleicht, atmungsaktiv und gut für Sommerdecken.
  • Bambuswolle: Besonders weich, antibakteriell und feuchtigkeitsregulierend.
  • Alpakawolle: Sehr warm und weich, aber etwas anspruchsvoller in der Pflege.
  • Mischgarne: Mischungen aus verschiedenen Fasern kombinieren die Vorteile der einzelnen Materialien.

Wie viel Wolle du benötigst, hängt von der Größe deiner Decke und der Dicke der Wolle ab. Achte auf die Angaben auf der Banderole der Wolle oder frage im Fachhandel nach.

Die passenden Stricknadeln

Die Wahl der Stricknadeln hängt von der Dicke der Wolle und dem gewünschten Maschenbild ab. Achte auf folgende Punkte:

  • Material: Stricknadeln gibt es aus verschiedenen Materialien wie Holz, Metall oder Kunststoff. Holz- und Bambusnadeln sind besonders angenehm zu halten und verhindern, dass die Maschen abrutschen.
  • Größe: Die Nadelstärke sollte zur Dicke der Wolle passen. Auf der Banderole der Wolle findest du eine Empfehlung für die passende Nadelstärke.
  • Länge: Für Babydecken eignen sich Rundstricknadeln besonders gut, da sie das Gewicht der Decke besser verteilen und das Stricken erleichtern.

Als Anfänger solltest du mit geraden Stricknadeln üben, bevor du dich an Rundstricknadeln wagst. Wenn du dich für Rundstricknadeln entscheidest, achte darauf, dass das Seil lang genug ist, um die Maschen aufzunehmen.

Weitere nützliche Werkzeuge

Neben Wolle und Stricknadeln gibt es noch einige andere Werkzeuge, die dir das Stricken erleichtern können:

  • Schere: Zum Abschneiden der Wolle.
  • Wollnadel: Zum Vernähen der Fäden.
  • Maßband: Zum Messen der Decke.
  • Maschenmarkierer: Zum Markieren von bestimmten Stellen im Muster.
  • Reihenzähler: Zum Zählen der gestrickten Reihen.

Grundlagen des Strickens: Die wichtigsten Maschen

Bevor du mit deiner Babydecke beginnst, solltest du die grundlegenden Stricktechniken beherrschen. Hier sind die wichtigsten Maschen, die du kennen solltest:

Maschen anschlagen

Der Maschenanschlag ist der erste Schritt beim Stricken. Es gibt verschiedene Methoden, Maschen anzuschlagen. Hier ist eine einfache Methode für Anfänger:

  1. Mache eine Schlaufe auf deine Stricknadel.
  2. Halte die Nadel mit der Schlaufe in der rechten Hand.
  3. Führe die linke Nadel von vorne in die Schlaufe ein.
  4. Nimm den Faden mit der linken Hand auf und lege ihn von links nach rechts um die linke Nadel.
  5. Ziehe den Faden mit der linken Nadel durch die Schlaufe.
  6. Schiebe die neue Masche auf die rechte Nadel.
  7. Wiederhole die Schritte 3 bis 6, bis du die gewünschte Anzahl an Maschen angeschlagen hast.

Rechte Maschen stricken

Die rechte Masche ist die Grundlage für viele Strickmuster. So geht’s:

  1. Halte die Nadel mit den Maschen in der linken Hand.
  2. Führe die rechte Nadel von links nach rechts in die erste Masche auf der linken Nadel ein.
  3. Nimm den Faden mit der rechten Hand auf und lege ihn von links nach rechts um die rechte Nadel.
  4. Ziehe den Faden mit der rechten Nadel durch die Masche.
  5. Lasse die Masche von der linken Nadel gleiten.
  6. Die neue Masche befindet sich nun auf der rechten Nadel.
  7. Wiederhole die Schritte 2 bis 5 für alle Maschen auf der linken Nadel.

Linke Maschen stricken

Die linke Masche ist die zweite wichtige Grundmasche. So geht’s:

  1. Halte die Nadel mit den Maschen in der linken Hand.
  2. Führe die rechte Nadel von rechts nach links vor die erste Masche auf der linken Nadel ein.
  3. Nimm den Faden mit der rechten Hand auf und lege ihn von rechts nach links um die rechte Nadel.
  4. Ziehe den Faden mit der rechten Nadel durch die Masche.
  5. Lasse die Masche von der linken Nadel gleiten.
  6. Die neue Masche befindet sich nun auf der rechten Nadel.
  7. Wiederhole die Schritte 2 bis 5 für alle Maschen auf der linken Nadel.

Maschen abketten

Das Abketten der Maschen ist der letzte Schritt beim Stricken. Es verhindert, dass sich die Maschen auflösen. So geht’s:

  1. Stricke zwei Maschen rechts.
  2. Hebe die erste Masche über die zweite Masche auf der rechten Nadel.
  3. Es befindet sich nun eine Masche auf der rechten Nadel.
  4. Stricke eine weitere Masche rechts.
  5. Hebe die erste Masche über die zweite Masche auf der rechten Nadel.
  6. Wiederhole die Schritte 4 und 5, bis nur noch eine Masche auf der rechten Nadel übrig ist.
  7. Schneide den Faden ab und ziehe ihn durch die letzte Masche.
  8. Ziehe den Faden fest, um die Masche zu sichern.

Anleitungen für einfache Babydecken-Muster

Sobald du die grundlegenden Stricktechniken beherrschst, kannst du mit dem Stricken deiner Babydecke beginnen. Hier sind einige einfache Muster, die sich gut für Anfänger eignen:

Glatt rechts

Glatt rechts ist ein einfaches und klassisches Muster, bei dem du in jeder Reihe rechte Maschen strickst. Es ergibt ein glattes und dehnbares Gewebe.

Anleitung:

  1. Maschen anschlagen.
  2. In jeder Reihe rechte Maschen stricken.
  3. Maschen abketten.

Glatt links

Glatt links ist das Gegenteil von glatt rechts. Hier strickst du in jeder Reihe linke Maschen. Es ergibt ein leicht geripptes Gewebe.

Anleitung:

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  1. Maschen anschlagen.
  2. In jeder Reihe linke Maschen stricken.
  3. Maschen abketten.

Kraus rechts

Kraus rechts ist ein einfaches und beliebtes Muster, bei dem du in jeder Reihe entweder nur rechte oder nur linke Maschen strickst. Es ergibt ein griffiges und stabiles Gewebe, das sich nicht einrollt.

Anleitung:

  1. Maschen anschlagen.
  2. In jeder Reihe rechte Maschen stricken (oder in jeder Reihe linke Maschen stricken).
  3. Maschen abketten.

Rippenmuster

Rippenmuster sind elastisch und formstabil. Sie eignen sich gut für Bündchen und Abschlüsse. Ein einfaches Rippenmuster ist das 1 rechts, 1 links Muster.

Anleitung:

  1. Maschen anschlagen (gerade Anzahl).
  2. 1. Reihe: 1 Masche rechts, 1 Masche links, im Wechsel wiederholen.
  3. 2. Reihe: 1 Masche rechts, 1 Masche links, im Wechsel wiederholen.
  4. Wiederhole die 2. Reihe, bis die gewünschte Länge erreicht ist.
  5. Maschen abketten.

Punktmuster

Das Punktmuster ist ein einfaches Muster, das durch das Abwechseln von rechten und linken Maschen entsteht. Es ergibt ein interessantes und abwechslungsreiches Gewebe.

Anleitung:

  1. Maschen anschlagen (ungerade Anzahl).
  2. 1. Reihe: 1 Masche rechts, 1 Masche links, im Wechsel wiederholen, enden mit einer rechten Masche.
  3. 2. Reihe: 1 Masche links, 1 Masche rechts, im Wechsel wiederholen, enden mit einer linken Masche.
  4. Wiederhole die 1. und 2. Reihe, bis die gewünschte Länge erreicht ist.
  5. Maschen abketten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So strickst du deine Babydecke

Nachdem du die Grundlagen gelernt und ein Muster ausgewählt hast, kannst du mit dem Stricken deiner Babydecke beginnen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Maschen anschlagen: Schlage die gewünschte Anzahl an Maschen an. Die Anzahl hängt von der Größe deiner Decke und der Dicke der Wolle ab.
  2. Muster stricken: Stricke das gewählte Muster, bis die Decke die gewünschte Länge erreicht hat. Achte darauf, regelmäßig zu messen, um die richtige Größe zu erhalten.
  3. Maschen abketten: Kette die Maschen ab, um das Stricken zu beenden.
  4. Fäden vernähen: Vernähe die losen Fäden mit einer Wollnadel auf der Rückseite der Decke.
  5. Decke waschen: Wasche die Decke gemäß den Pflegehinweisen auf der Banderole der Wolle.
  6. Decke trocknen: Trockne die Decke flach liegend, um ein Verziehen zu vermeiden.
  7. Decke kuscheln: Kuschel dich mit deiner selbstgestrickten Babydecke und deinem kleinen Schatz!

Tipps und Tricks für ein perfektes Ergebnis

Hier sind einige Tipps und Tricks, die dir helfen, eine perfekte Babydecke zu stricken:

  • Probeläppchen stricken: Stricke vor Beginn der Decke ein kleines Probeläppchen, um die Maschenprobe zu ermitteln und sicherzustellen, dass die Wolle und die Nadelstärke zusammenpassen.
  • Regelmäßig messen: Miss die Decke regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie die gewünschte Größe hat.
  • Gleichmäßig stricken: Achte darauf, gleichmäßig zu stricken, um ein gleichmäßiges Maschenbild zu erhalten.
  • Fäden sorgfältig vernähen: Vernähe die losen Fäden sorgfältig, damit sie sich nicht lösen und die Decke unschön aussieht.
  • Decke spannen: Spanne die fertige Decke, um die Maschen zu glätten und das Muster besser zur Geltung zu bringen.
  • Geduld haben: Stricken braucht Zeit und Geduld. Lass dich nicht entmutigen, wenn es am Anfang nicht gleich perfekt klappt. Mit etwas Übung wirst du schnell Fortschritte machen.

Inspirationen für dein Babydecken-Design

Lass dich von diesen Ideen für dein Babydecken-Design inspirieren:

  • Farben: Wähle Farben, die zum Kinderzimmer passen oder die du besonders schön findest. Pastelltöne, neutrale Farben oder kräftige Akzente – alles ist erlaubt!
  • Muster: Kombiniere verschiedene Muster, um eine einzigartige Decke zu gestalten. Streifen, Karos, Zöpfe oder Lochmuster – lass deiner Kreativität freien Lauf!
  • Applikationen: Verziere die Decke mit Applikationen wie Sternen, Herzen, Tieren oder Buchstaben.
  • Bordüren: Stricke oder häkle eine Bordüre um die Decke, um sie zu verschönern und die Kanten zu stabilisieren.
  • Namensdecke: Stricke den Namen des Babys in die Decke ein, um sie zu einem ganz persönlichen Geschenk zu machen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Welche Größe sollte eine Babydecke haben?

Die ideale Größe einer Babydecke hängt davon ab, wofür du sie verwenden möchtest. Eine Decke für den Kinderwagen sollte kleiner sein als eine Decke für das Babybett. Hier sind einige Richtwerte:

  • Kinderwagen: 75 x 75 cm
  • Babybett: 100 x 120 cm
  • Krabbeldecke: 100 x 100 cm oder größer

Welche Wolle ist am besten für Babydecken geeignet?

Die beste Wolle für Babydecken ist weich, pflegeleicht, atmungsaktiv und schadstofffrei. Merinowolle, Baumwolle oder spezielle Babywolle sind gute Optionen. Achte auf Zertifikate wie Öko-Tex Standard 100, um sicherzustellen, dass die Wolle für Babys geeignet ist.

Wie viele Maschen muss ich für eine Babydecke anschlagen?

Die Anzahl der Maschen, die du anschlagen musst, hängt von der Größe deiner Decke, der Dicke der Wolle und der Nadelstärke ab. Stricke ein Probeläppchen, um die Maschenprobe zu ermitteln. Miss die Breite des Läppchens und rechne hoch, wie viele Maschen du für die gewünschte Breite der Decke benötigst.

Wie pflege ich eine selbstgestrickte Babydecke?

Die Pflege einer selbstgestrickten Babydecke hängt von der Art der Wolle ab. Achte auf die Pflegehinweise auf der Banderole der Wolle. Viele Babydecken können in der Waschmaschine gewaschen werden. Verwende ein mildes Waschmittel und wasche die Decke im Schonwaschgang. Trockne die Decke flach liegend, um ein Verziehen zu vermeiden. Vermeide es, die Decke in den Trockner zu geben, da dies die Fasern beschädigen kann.

Wo finde ich weitere Strickmuster für Babydecken?

Es gibt viele Quellen für Strickmuster für Babydecken. Du kannst online nach kostenlosen oder kostenpflichtigen Mustern suchen, in Strickzeitschriften und -büchern stöbern oder dich in Strickgruppen austauschen. Viele Wollgeschäfte bieten auch Strickkurse an, in denen du neue Muster lernen und dich inspirieren lassen kannst.

Kann ich auch eine Babydecke häkeln anstatt zu stricken?

Ja, natürlich! Häkeln ist eine tolle Alternative zum Stricken, um eine Babydecke herzustellen. Die gleichen Prinzipien gelten auch hier: Wähle weiche, pflegeleichte Wolle und ein einfaches Muster, wenn du Anfänger bist. Es gibt unzählige Häkelmuster für Babydecken, von einfachen Granny Squares bis hin zu aufwendigen Reliefmustern.

Ich hoffe, dieser Guide hat dich inspiriert und motiviert, deine eigene Babydecke zu stricken. Es ist ein wundervolles Projekt, das dir viel Freude bereiten wird. Viel Spaß beim Stricken!

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